#WMDEDGT – August 2016

Am 5. des Monats ruft Frau Brüllen zum regelmäßigen WMDEDGT auf. Will heißen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Ja, was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Momentan gibt es darauf nur eine ehrliche Antwort: Ich versuche, ihn zu überstehen. Das Kind hat Ferien und will permanent unterhalten werden, als sei dies hier der Robinson Club. Der Bauch wächst ins Unendliche, keine Ahnung, wo der noch hin will. Draußen sind 45 Grad im Schatten und generell ist der Sommer im Dorf auch etwas langweilig. Doch das haben wir heute gemacht:

Nach einer schwierigen Nacht, mal wieder (das Kind meinte gegen 4 Uhr, dass es jetzt fertig sei mit schlafen und brauchte eine Ewigkeit, um noch einmal wegzudösen), gab es zum Frühstück Kaffee für mich und Cornflakes für das Kind, die erst einmal elegant auf dem Teppich verschüttet wurden. Danach machten wir uns auf zum Spielplatz, denn nur bis circa 10.30 Uhr kann man sich momentan im Freien aufhalten. Danach wird es einfach unerträglich heiß. Nach dem obligatorischen Schaukeln und Hüpfen etc. ging es wieder nach Hause. Auf dem Putzplan standen noch beide Badezimmer und diverse Waschmaschinenladungen.

Eine Freundin, die ich seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe, kommt übers Wochenende zu Besuch, da muss man schon mal ranklotzen. Mit dem Riesenbauch muss ich den gesamten Wohnungsputz jetzt in Etappen hinter mich bringen, alles in einem Ritt schaffe ich einfach nicht mehr. Während das Kind also tatkräftig mit anpackte und das gesamte Glasspray auf dem Boden verteilte, schrubbte ich die Bäder und setzte die Waschmaschine an.

Ganz stolz war ich auf mich, dass ich trotz Riesenbauch doch noch meine Nägel selber lackieren kann. Made my day!

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Danach Mittag kochen. Auch hier unterstützt das Kind wo es kann, und rät dank Mäkelei zu einfacher Kost wie Fischstäbchen und Kartoffelbrei. Gab es dann also in etwas gehobener Form als panierter Kabeljau aus dem Ofen, Möhren-Kartoffelbrei und für mich Brokkoli mit Pinienkernen. Dank der Schwangerschaftsdiabetes darf ich ja Kartoffeln nur in homöopathischen Mengen zu mir nehmen.

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Dann Mittagsschlaf. Das ging auch heute ganz unkompliziert. Nach nur halbstündiger Kopfmassage war das Kind eingeschlafen. Ich konnte die Wäsche aufhängen, eine neue Waschmaschine ansetzen und selber noch etwas schlummern. Das Baby dankte es mir.

Nach der Mittagspause durfte das Kind ganz pädagogisch wertvoll einen Trickfilm gucken, während ich hier schon einmal den Blogpost soweit es ging vorbereitete. Da wir meist bei meinen Schwiegereltern Abendessen und nicht vor 22 Uhr zu Hause sind, das Kind nicht vor 22.30 Uhr schläft, versuche ich, tagsüber mal etwas am Computer zu machen. Das geht leider nur mit Hilfe elektronischer Erfindungen wie dem Fernseher.

Als Vesper bereitete ich uns einen tollen Drink aus Wassermelone, Bergpfirsisch und Kokosmilch zu. Der Renner!

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Danach ging es ab zu meinen Schwiegereltern, wo schon die Cousins, die den August hier mit ihrer Mutter verbringen ungeduldig warteten. An manchen Tagen sind alle Cousins vereint, also fünf an der Zahl, die dann im Minipool einen Riesenspaß haben. Schön ist das, in so einer Großfamilie, jedenfalls was das angeht. Es wird nie langweilig und irgendein Kind ist meist bei Oma und Opa anzutreffen.

Die Kinder tobten also im Pool, rasten durch den Garten (da tobt Opa auch immer sehr, aber eher im negativen Sinne) und stopften sich mit Flips voll. Allen voran natürlich mein Kind, dass immer scheint, als würde es zu Hause nichts Richtiges zu essen bekommen, und nur Flips oder Gummitiere sind die einzig wahre Nahrung. Ich durfte ganze 10 Minuten ruhig auf einer Liege liegen, bis das Kind meinte, dass ich unbedingt mitspielen muss. Nun denn. Gut, dass ich mich dann um so Dinge wie Abendessen nicht kümmern muss. Blöd finde ich dennoch, dass die Kinder hier vor den Erwachsenen essen. Ich sitz dann also neben meinem Kind, schau, dass es ordentlich isst und wenn alle fertig sind, dürfen die Erwachsenen speisen. Die wollen nämlich einfach ihre Ruhe beim Essen, die Kids werden dann vom Tisch verbannt und wehe, es naht sich jemand….Aber ist hier halt so, deswegen esse ich nur abends bei der spanischen Familie, obwohl meine Schwiegermutter auch mittags gerne bewirten würde. Das ist mir dann aber doch zuviel.

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Gegen 22 Uhr schlugen wir dann auch endlich wieder zu Hause auf. Grad ist das Kind eingeschlafen, ich guck noch eine halbe Stunde was im Fernsehen und dann gehe ich auch schlafen, man weiß ja nie, was die Nacht bringt. So sind also unsere Sommertage im Dorf.

Habt ihr auch eine Sommerroutine?