Roscón de Reyes – Adventskalender von Tafjora

Die liebe Tanja vom Blog Tafjora hat auch dieses Jahr wieder einen wunderbaren Adventskalender, und ich darf dieses Mal mitmachen.  Es werden tolle Blogger vorgestellt, über Weihnachtstraditionen geplaudert und auch sonst geht es festlich zu. Hüpft rüber zu Tanja, um euch zu informieren. Bei mir erfahrt ihr heute etwas zum Thema Weihnachten in Spanien.

Hierzulande wird Weihnachten ja etwas anders gefeiert als in Deutschland. Der 24. Dezember gilt natürlich als Tag der Geburt Jesu Christi. Der 25. Dezember ist ebenfalls Feiertag, doch schon der 26. Dezember ist wieder normaler Arbeitstag. Auch die Vorweihnachtszeit ist wesentlich unspektakulärer meiner Meinung nach. Die Adventssonntage werden nicht so richtig begangen, viele wissen nicht einmal was das ist. Zwar sind über die Jahre auch andere Traditionen nach Spanien gewandert, so kann man mittlerweile überall Adventskalender kaufen, doch noch vor einigen Jahren war das vollkommen unbekannt. Auch der Nikolaus kommt nicht am 6. Dezember.

Dafür wird aber der Tag der Heiligen Drei Könige richtig groß begangen. Denn eigentlich gab es vor Jahren auch noch keinen Weihnachtsmann, der die Geschenke brachte, sondern sie wurden von den Heiligen Drei Königen gebracht. Nach und nach kam auch der Weihnachtsmann nach Spanien, einfach auch damit die Kinder mit ihren Geschenken in den Ferien spielen können. Denn die Weihnachtsferien beginnen meist um den 23. Dezember herum und enden um den 8. Januar herum. Doch nach wie vor ist die Tradition der Heiligen Drei Könige sehr groß, sie werden in ganz Spanien gefeiert.

Das beginnt mit der Ankunft der Heiligen Drei Könige, die in allen Städten am 5. Januar ankommen. Das sind natürlich meist Schauspieler, die dann in den Städten per Boot oder Bahn  ankommen. Abends findet dann der große Umzug statt. Der ist schon fast mit einem Karnevalsumzug zu vergleichen, zahlreiche Umzugswagen mit allen möglichen Fantasiegestalten und Comicfiguren fahren durch die Städte. Laute Musik läuft und von den Wägen regnet es Bonbons, Kuscheltiere, Bälle und andere Sachen für die Kinder. Da gibt es dann schon richtige Profizuschauer, die kommen schon sehr früh, stehen 3 Stunden am Straßenrand, um die beste Position zu ergattern und wenn der Umzug dann endlich kommt, werden Regenschirme aufgemacht und verkehrt herum gehalten, damit alle Bonbons hereinregnen.

Weihnachtsbeleuchtung in Málaga

Weihnachtsbeleuchtung in Málaga

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Noch eine schöne Tradition an diesem Tag ist der Dreikönigskuchen, der Roscón de reyes. Den gibt es zur Weihnachtszeit bei jedem Bäcker hier, doch authentisch wird er erst am 5. und 6. Januar gegessen. Es ist ein Kranzkuchen, verschieden gefüllt, jedes Jahr kommen neue Sorten hinzu. Der normale Kuchen ist jedoch nur mit Sahne gefüllt. Meist bekommt man eine Krone dazu, denn im Kuchen versteckt befindet sich ein Schatz. Das ist meist eine Figur oder ein Bonbon, in anderen Ländern sind es Bohnen habe ich gelesen, und wer beim Essen auf dieses Objekt stößt ist an diesem Tag der König. Er bekommt die Krone aufgesetzt und darf bestimmen. In manchen Familien muss diese Person jedoch auch den Kuchen zahlen habe ich gehört.

@photopin

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Für mich hat dieser Kuchen noch eine besondere Bedeutung, denn der 5. Januar ist mein Geburtstag und somit ist der Dreikönigskuchen auch immer mein Geburtstagskuchen. Man kann ihn natürlich auch selber backen, dafür habe ich euch mal ein Rezept herausgesucht.

Roscon de Reyes:

Zutaten

400 g Weizenmehl
25 g Hefe
150 ml Milch
120 g Butter
Eier
100 g Zucker
Zitrone(n), den Abrieb davon
Orange(n), den Abrieb davon
100 g Mandeln, gerieben
 etwas Rum, braun
Eigelb
 einige Orangen -Scheiben, kandiert
 einige Zitronen -Scheiben, kandiert
 evtl. Hagelzucker, zum Bestreuen
  Sahne, steifgeschlagen

 

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde machen. In diese Mulde die Hefe krümeln. Mit etwas lauwarmer Milch und einem Löffel Zucker die Hefe glattrühren und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die angerührte Hefe sichtbar vermehrt hat.
Dann mit dem restlichen Zucker, den Eiern, Butter, Zitronen- und Orangenabrieb, Rum, Mandeln und der restlichen Milch zu einem glatten Teig kneten. Diesen ebenfalls zugedeckt ca. 1 Std. gehen lassen.
Nochmals durchkneten und zu einer Rolle formen. Diese, zu einem Kreis geformt, auf ein gebuttertes Backblech legen. Es sollte aussehen wie ein übergroßer Donut. Nochmals ca. 20. Min. gehen lassen.
Dann mit Eigelb bestreichen und mit den kandierten Früchten belegen. Etwas Hagelzucker noch dazu, sieht toll aus.
Im 200º warmen Backofen ca. 25 bis 30 Min. goldgelb backen.
Nach dem Abkühlen kann man den Kranz in der Höhe teilen und mit Sahne füllen. Dazu eine kleine Figur oder einen Bonbon im Inneren verstecken.

Das Rezept habe ich bei Chefkoch.de gefunden.

Und wenn ihr immer noch nicht bei Tafjora auf dem Blog wart, dann aber hopp hopp, hier geht es lang.