Fliegen Teil 2 – oder was Reiswaffeln mit meinen Rückenschmerzen zu tun haben

Und wieder einmal haben meine Tochter und ich einen genialen Flug hinter uns. Von Berlin nach Málaga braucht man gute drei, für mich gefühlte zehn Stunden. Alles fing so gut an und der Minimensch war mit Fenster hoch und Fenster runter glücklich – ganze fünf Minuten lang. Danach gings los….Terrorzwerg schlug zu und es gab nur eine Art sie zu besänftigen: Naschwerk musste her.

Nun muss ich sagen, ich bin nicht ganz unschuldig an dem Dilema. Schrie ich anfangs noch: „Mein Kind mus nicht pausenlos was im Mund haben, um glücklich zu sein!“, hat sich die Lage ganz schnell verändert. Eigentlich nach unserem ersten längeren Spielplatzaufenthalt in unserem Dorf. Hierzulande ist es durchaus üblich, die Kinder mit gesalzenen Maisflips oder Schokolade durch den Nachmittag zu bringen. Etwas, was ich nie, nie machen würde….da hatte ich noch nicht mit meinem futterneidischen Kind gerechnet. Nach einer Woche hatte sie den Dreh raus und ging auf dem Spielplatz von Mutter zu Mutter, um nach Keksen, Flips und ähnlichem zu betteln, und das mit viel Erfolg. Die spanischen Mütter guckten mich dabei natürlich von der Seite an, die deutsche Hippiemutter hatte schon wieder keine Chips für den Spielplatz gekauft! So musste ich dann also nachgeben und irgendwann gab es auch für mein Kind von Mutti Flips zum Spielen. Wir gehen jetzt einfach nicht mehr so oft auf diesen Spielplatz :) 903543_83V4GNYUQMU534TW1OBEC2QOTNOTP6_snacks-24_H154939_L

So, dann dachte ich mir: Super, wir fliegen nach Deutschland, da gibt es wenigstens gesünderes wie Hirsekringel und Reiswaffeln. Jetzt ist mein Minimensch abhängig von Mango-Reiswaffeln. Auch für unseren Rückflug von Deutschland nach Spanien war ich vorbereitet. Es war ein Nachmittagsflug, eine Tageszeit, an der meine Tochter gern einmal in die Tüte greift. Dass sie jedoch gar nicht mehr aufhört, nun damit hatte ich nicht gerechnet. Was nun tun? Weinen oder naschen lassen? Ich entschied mich fürs Weinen, nachdem meine Tochter zum 10. Mal in die Tüte griff. Doch wo bloß hin mit der Tüte? Also stopfte ich sie mir in den Rücken, mein Kind suchte noch eine Weile, gab dann aber irgendwann nach. Und so saß ich dann die gesamte Reise über mit dieser blöden Reiswaffeltüte im Kreuz. Das kann recht unangenehm sein. Als wir aus dem Flieger stiegen lief ich ganz krumm. Und was machte mein Kind? Erspähte die Tüte und rannte sofort weg, mit ihr im Arm….